DIN 933 vs DIN 931 Kurzantwort
Der wichtigste Unterschied zwischen DIN 933 und DIN 931 ist das Gewinde: DIN 933 besitzt ein Vollgewinde, DIN 931 besitzt ein Teilgewinde mit Schaft.
Diese Unterscheidung ist in der Praxis entscheidend, weil sich dadurch die Kraftübertragung, die Belastbarkeit und das Verhalten der Verbindung deutlich unterscheiden.
- DIN 933 eignet sich besonders für starre Verbindungen mit hoher Klemmkraft
- DIN 931 ist vorteilhaft bei Querbelastung und bei Verbindungen, bei denen der Schaft tragend wirken soll
- Edelstahl A2 ist für die meisten Anwendungen die wirtschaftlich sinnvollste Lösung
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Was ist der Unterschied zwischen Vollgewinde und Teilgewinde
Bei einer Sechskantschraube nach DIN 933 verläuft das Gewinde über die gesamte nutzbare Länge der Schraube. Dadurch kann die Verbindung sehr gut geklemmt werden. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn zwei oder mehrere Bauteile fest zusammengezogen werden sollen.
Bei einer Sechskantschraube nach DIN 931 ist ein Teil der Schraube glatt ausgeführt. Dieser Schaftbereich kann bei bestimmten Belastungen ein Vorteil sein, weil nicht das Gewinde selbst im belasteten Bereich liegt. Gerade bei Scherkräften oder bei Konstruktionen mit leichter Bewegung ist das oft die technisch bessere Lösung.
Wann DIN 933 verwendet wird
DIN 933 ist die klassische Wahl für Verbindungen, bei denen eine hohe Klemmwirkung gefordert ist und keine besondere Schaftfunktion benötigt wird.
- Metallverbindungen
- Maschinenbau
- Montage von Beschlägen
- Allgemeine Konstruktionen ohne relevante Querbewegung
Das durchgehende Gewinde ermöglicht eine gleichmäßige Klemmung über die gesamte Verbindung. In vielen Standard Anwendungen ist DIN 933 deshalb die erste Wahl.
Wann DIN 931 die bessere Wahl ist
DIN 931 wird bevorzugt, wenn die Schraube nicht nur klemmen, sondern auch Kräfte im Schaftbereich aufnehmen soll.
- Holzbau
- tragende Verbindungen mit Querbelastung
- Konstruktionen mit Scherkräften
- Verbindungen, bei denen der glatte Schaft günstiger ist als Gewinde im Lastbereich
In solchen Fällen kann DIN 931 langlebiger und technisch sinnvoller sein als eine Vollgewindeschraube.
Praxisbeispiel aus der Anwendung
Wenn zwei Metallplatten fest miteinander verbunden werden sollen, ist DIN 933 in vielen Fällen ideal. Das Vollgewinde erzeugt eine hohe Klemmkraft und die Verbindung lässt sich sauber montieren.
Wenn dagegen zwei Bauteile verbunden werden, bei denen Querkräfte auftreten, zum Beispiel bei bestimmten Holz oder Stahlkonstruktionen, ist DIN 931 meist die bessere Wahl. Der glatte Schaft reduziert die Belastung des Gewindes im tragenden Bereich.
Warum Edelstahl A2 für die meisten Anwendungen die beste Wahl ist
Für typische Anwendungen im Innenbereich und im normalen Außenbereich ist Edelstahl A2 die wirtschaftlich sinnvollste Lösung.
- guter Korrosionsschutz
- deutlich günstiger als Speziallösungen
- hohe Verfügbarkeit in vielen Größen
- für den Großteil aller Standard Anwendungen vollkommen ausreichend
Gerade im Handel und in der täglichen Montagepraxis ist A2 deshalb das Material, das am häufigsten eingesetzt wird.
Typische Fehler bei der Auswahl vermeiden
- DIN 933 verwenden, obwohl ein tragender Schaftbereich sinnvoll wäre
- DIN 931 einsetzen, obwohl hauptsächlich hohe Klemmkraft benötigt wird
- falsche Schraubenlänge wählen
- Unterlegscheiben bei weichen Materialien oder Langlöchern weglassen
Die Wahl der Schraubenart sollte immer zur Belastung und zum Werkstoff passen. Nicht jede Sechskantschraube ist für jede Verbindung gleich gut geeignet.
Empfohlene Produkte aus unserem Sortiment
- Sechskantschrauben DIN 933 Edelstahl A2 für starre Verbindungen mit hoher Klemmkraft
- Sechskantschrauben mit Schaft DIN 931 Edelstahl A2 für belastete Verbindungen mit Schaftfunktion
- Unterlegscheiben DIN 125 Edelstahl A2 für klassische Standard Anwendungen
- Große Unterlegscheiben DIN 9021 Edelstahl A2 für größere Auflageflächen und weiche Materialien
Mit der passenden Kombination aus Schraube und Unterlegscheibe lässt sich die Verbindung technisch sauber auslegen und dauerhaft zuverlässig montieren.
FAQ
Welche Schraube ist besser DIN 933 oder DIN 931
Das hängt von der Belastung ab. DIN 933 ist ideal für hohe Klemmkraft. DIN 931 ist vorteilhaft, wenn der Schaft im belasteten Bereich wirken soll.
Wann sollte man Teilgewinde verwenden
Teilgewinde ist sinnvoll, wenn Querkräfte auftreten oder wenn der glatte Schaft technisch gewünscht ist.
Wann ist Vollgewinde besser
Vollgewinde ist besser, wenn die Verbindung hauptsächlich geklemmt werden soll.
Ist Edelstahl A2 ausreichend
Ja, für die meisten Standard Anwendungen im Innenbereich und normalen Außenbereich ist Edelstahl A2 vollkommen ausreichend.
Fazit
DIN 933 und DIN 931 erfüllen unterschiedliche technische Aufgaben. DIN 933 ist die richtige Wahl für starre Verbindungen mit hoher Klemmkraft. DIN 931 ist dann überlegen, wenn der Schaftbereich konstruktiv genutzt werden soll oder Querkräfte auftreten. Mit Edelstahl A2 wählen Sie in den meisten Fällen die wirtschaftlich und technisch sinnvollste Lösung.